Einstein und der 28.2.2014

Der Workshop “Grenzen überschreiten – digitale Geisteswissenschaften heute und morgen” versammelte rund 200 Teilnehmer. Es wurden 59 Poster aus Berlin und Umland vorgestellt und damit erstmalig eine Gemeinschaft zusammengebracht, für die der Einsatz digitaler Methoden in der Entwicklung geisteswissenschaftlicher Fragestellungen von zentraler Bedeutung ist. Die einminütigen Blitzlichtvorträge gaben manchmal konzentrierte, manchmal witzigere, jedoch immer prägnante Einblicke in die Projekte. Sie bereiteten den gezielten Besuch der Posterausstellung vor, die zahlreiche Gespräche und neue Kontakte ermöglichte. Zusammenfassungen der Posterinhalte sind bereits online einsehbar, in Kürze werden wir eine Slideshow der Poster selbst auf dieser Seite anbieten.

Der Nachmittag spannte den Bogen von der bodenständigen Realität der Forschungsarbeit hin zum größeren Rahmen der dahinter stehenden institutionellen Strategien. In seiner Keynote zeigte Kurt Fendt, wie die Entwicklung einer Einrichtung wie des hyperstudios am Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowohl von einer intellektuellen Vorstellung der sich wandelnden Geisteswissenschaften als auch von einer institutionell günstigen Lage geprägt wurde und heute noch geprägt wird.

Zur abschließenden Podiumsdiskussion waren die Präsidien der Berliner Institutionen, die im Einstein-Zirkel vertreten sind, eingeladen worden, sich über die Zukunft der digitalen Geisteswissenschaften in Berlin zu äußern. Nach der Diskussion war wohl Eines klar: Eine Zukunft gibt es für Berlin nicht, sondern mehrere, unterschiedliche Zukunftsoptionen, die, wie auch der Tagesspiegel berichtete, von einander in nicht unerheblichem Masse abweichen.

Der Einstein-Zirkel sieht seine Aufgabe darin, Sinn und Zweck dieser Zukunftsoptionen zu analysieren und auf ihre Machbarkeit und Nachhaltigkeit hin zu prüfen. Dies soll zum Einen im Rahmen von internen, themenorientierten Arbeitsgruppen realisiert werden, aber auch durch Veranstaltungen in Kooperation mit Berliner, Potsdamer und weiteren, bundesweit etablierten Partnern:

  • am 19. März organisiert der Einstein-Zirkel mit der FH Potsdam den fünften I-Science-Tag, der unter dem Motto “Digital Humanities meets Information Science” steht. Am ersten Tag des Workshops werden zentrale Themen der Entwicklung der Digital Humanities und die Schnittstellen zu den Informationswissenschaften diskutiert. Am zweiten Tag wird in kleiner Runde diskutiert, wie die Digital Humanities in den Curriculum der Fachhochschule verankert werden können. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier
  • am 10. April organisiert der Einstein-Zirkel unter dem Thema “Digital Humanities an der Humboldt-Universität” ein Arbeitsgespräch mit Vertretern verschiedener geisteswissenschaftlicher Fächer und Zentraleinrichtungen um die an der Universität vorhandenen Perspektiven auf das Thema in ihrem aktuellen Stand zu erfassen und hinsichtlich ihrer Entwicklungspotentiale zu analysieren. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier

 

<update>Auch in Frankreich wurde über den Workshop berichtet.</update>
<update 2>Ebenso hat die Einstein-Foundation vom Workshop berichtet.</update 2>

 

Galerie der Poster:

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