Digital Humanities an der Humboldt-Universität

Öffentliches Arbeitsgespräch am 10.4.2014, 14h – 17h, Auditiorium des Grimm-Zentrums

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“Digital Humanities” / “Digitale Geisteswissenschaften” umschreibt einen neuen Wissenschaftsbereich. Es fasst die Vielzahl der – teils seit langem praktizierten – digitalen Methoden und Anwendungen in den Geisteswissenschaften unter einem Namen zusammen. Trotz sehr unterschiedlichen Präsenz in den verschiedenen Disziplinen ist an der de facto erreichten Rolle dieses Arbeitsgebietes, nicht zuletzt im Hinblick auf die Wissenschaftspolitik und -förderung, nicht mehr zu zweifeln.
Dies spiegelt sich an vielen Stellen, nicht zuletzt in der ersten Jahrestagung des Verbands Digital Humanities Deutschland in Passau vom 25.-28. März 2014.
Aber gerade auch in Berlin besitzt das Thema größte Aktualität:

  •  In Berlin findet sich eine einmalig hohe Zahl von Einrichtungen aus dem Wissenschafts- und Kulturerbebereich, die digitale Methoden für Forschung, Dokumentation und Vermittlung einsetzen.
  • Am 28. Februar 2014 vereinte die Diskussionsveranstaltung des Einstein-Zirkels Digital Humanities Berlin “Grenzen überschreiten – Digitale Geisteswissenschaft heute und morgen” erstmals Repräsentanten der großen Berliner Wissenschaftseinrichtungen – FU, HU, BBAW, SPK, MPI für Wissenschaftsgeschichte, DAI – unter der Frage der Rolle der Digital Humanities. Zugleich konnte sich bei dieser Gelegenheit eine große Zahl der einschlägigen Berliner Projekte präsentieren.
  •  Der von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften initiiterte “Interdisziplinären Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin“ veröffentlichte am 1. März 2014 ein Memorandum zur Stärkung der digitalen Datenbereitstellung im Berliner Raum.

All dies ist für uns Anlass, im Rahmen eines öffentlichen Arbeitsgespräches über die spezifische Situation an der Humboldt-Universität nachzudenken

Der Kölner Editionswissenschaftler Patrick Sahle präsentiert als Eingangsreferat einen aktuellen Überblick zur Rolle der Digital Humanities an deutschen Universitäten. Von diesem konkreten Lagebericht ausgehend werden VerteterInnen verschiedener Fachdisziplinen und Zentraleinrichtungen der Humboldt-Universität darüber sprechen, wie sich das Arbeitsgebiet in den Fächern und Abteilungen entwickelt, ob sich etwa die Anwendung digitaler Methoden jeweils eher fachintern (e.g. als eine Art Fachinformatik) oder fächerübergreifend (im Sinne digitaler Geisteswissenschaften) versteht. Anschließende Fragen sollen weitere Aspekte, von Anforderungen an einschlägige Infrastrukturen und Zentraleinrichtungen bis hin zu den Karrierechancen für den wissenschaftliche Nachwuchs, erörtern.

Im Ergebnis will die Veranstaltung den Diskussions- oder Handlungsbedarf zur Profilierung des Gebietes der Digital Humanities an der Humboldt-Universität und Wege zu einer positiven Entwicklung ermitteln.

Programmablauf:

14:00-14:15 Begrüßung und Einführung
14:15-15:00 Dr. Patrick Sahle: “Digital Humanities als akademisches Fach”
15:00-15:15 Kaffeepause
15:15-16:45 Diskussion
– Dr. Andreas Degkwitz, Direktor der Universitätsbibliothek
– Malte Dreyer, Technischer Direktor des Computer- und Medienservice
– Dr. Rüdiger Hohls, Institut für Geschichte, Historische Fachinformatik
– Prof. Dr. Susanne Muth, Institut für Archäologie
– Prof. Dr. Vivien Petras, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Moderation: Dr. Anne Baillot, Institut für deutsche Literatur, Leitung DFG-Nachwuchsgruppe “Berliner Intellektuelle 1800-1830″

Die Veranstaltung wird organisiert vom Einstein-Zirkel Digital Humanities Berlin mit Unterstützung der ‚Berliner Gespräche zur digitalen Kunstgeschichte‘ und des Projekts ‚imagelab‘.
Der Einstein-Zirkel Digital Humanities verfolgt das Ziel der Stärkung, Strukturierung und Weiterentwicklung des Berliner Standorts im Bereich der Digital Humanities.

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  1. […] am 10. April organisiert der Einstein-Zirkel unter dem Thema “Digital Humanities an der Humboldt-Universität” ein Arbeitsgespräch mit Vertretern verschiedener geisteswissenschaftlicher Fächer und Zentraleinrichtungen um die an der Universität vorhandenen Perspektiven auf das Thema in ihrem aktuellen Stand zu erfassen und hinsichtlich ihrer Entwicklungspotentiale zu analysieren. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier […]

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