Anna Bohn

Mein Studium der modernen Philologien mit filmwissenschaftlichem Schwerpunkt (Slavische Philologie, Polonistik und Hispanistik) habe ich in München, Madrid und Moskau absolviert und meine Dissertation 2003 an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Buchpublikation „Film und Macht. Zur Kunsttheorie Sergej M. Eisensteins 1930-1948“ abgeschlossen.
Als Koordinatorin des von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekts „DVD als Medium kritischer Filmeditionen“ am Filminstitut der Universität der Künste Berlin betreute ich u.a. die digitale Edition der DVD Studienfassung Metropolis. Im Auftrag der Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin koordinierte ich das Projekt Panzerkreuzer Potemkin und war in Zusammenarbeit mit Enno Patalas für die Rekonstruktion der russischen Verleihfassung  des Films (Aufführung im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2005, DVD Edition Transit Film 2007, Kino International New York 2007) sowie die digitalen Rekonstruktionen der deutschen Verleihfassung Panzerkreuzer Potemkin von 1926 und der deutschen Nadeltonfassung von 1930 verantwortlich.
Mein zweibändiges Werk zum Schutz des audiovisuellen Erbes: „Denkmal Film. Band I: Der Film als Kulturerbe. Band II: Kulturlexikon Filmerbe“ ist 2013 im Böhlau Verlag erschienen. Das Buch legt die Grundlagen der Sicherung und Edition audiovisueller Dokumente dar und ist Ergebnis des von mir 2006 bis 2011 geleiteten DFG-Forschungsprojekts  „Grundlagen einer Theorie der Filmrestaurierung und kritischen Filmedition aus interdisziplinär vergleichender Perspektive“ an der Universität der Künste Berlin.
Seit 2011 bin ich Dozentin für Filmedition im Masterstudiengang Editionswissenschaft am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin und habe in Kooperation mit ZDF/ARTE Web-Dossiers zu restaurierten Stummfilmen erstellt.
Seit Mai 2012 arbeite ich als Koordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im EU-Projekt CENDARI (Collaborative European Digital Archival Infrastructure, www.cendari.eu) am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin am Arbeitsbereich von Prof. Dr. Oliver Janz. Ziel des Projekts CENDARI ist der Aufbau einer interaktiven virtuellen Forschungsinfrastruktur zum Ersten Weltkrieg und zu Mittelalterlichen Handschriften, die u.a. Zugang zu Informationsressourcen von Archiven, Bibliotheken und Museen in ganz Europa bzw. weltweit bietet und computergestützte Methoden für die digitale Geschichtswissenschaft zum Einsatz bringt.
Ich bin Mitglied im Editorial Board des Historical Journal of Film, Radio and Television, in der Arbeitsgruppe Dokumentation und Katalogisierung des internationalen Verbands der Filmarchive (FIAF Cataloguing Rules Revision Workgroup), im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, in der Arbeitsgruppe Filmwissenschaft der Gesellschaft für Medienwissenschaft sowie im Bayerischen Journalistenverband.

Dr. Anna Bohn

Freie Universität Berlin
Friedrich-Meinecke-Institut
Koserstr. 20
14195 Berlin

Email: anna.bohn@fu-berlin.de
Tel.: +49 (0) 30 838 50938

Tweets